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Abenteuerreisen im Bulli Kunterbund

Wir bereisen diese Welt, wie sie uns gefällt!

Hallo, schön, dass du den Bulli Kunterbund besuchst. Kunterbund mit "D"? Keine Sorge, es ist kein Schreibfehler, sondern eher ein künstlerisches Mittel, welches auf unseren Namen hinweißt. Das "D" steht also für uns, die Dittrich`s. In unserem Fall ist der Bulli Kunterbund ein VW T6 Bus mit Hochdach und einem Wohnmobielausbau der Firma Dipa. Der Bus ist unser fünftes Familienmitglied und wird von uns abgöttisch geliebt.

 

Seitdem mein Mann und ich auf den Bus gekommen sind, haben wir einige Reisen durch Europa unternommen. Als wir 2015 das erste Mal Eltern wurden, hat sich unser Busleben grundlegend verändert und jetzt, wo wir zu viert sind, mussten wir uns nochmal ganz neu orientieren. Aber eins ist unverändert geblieben, unsere Liebe zum „Draußen sein“ mit dem Bus. Wir sind unendlich dankbar, dass unsere Kinder an all´dem  Teil haben können.

 

Was wir auf unseren Busreisen mit unseren Kids erleben, welche Entdeckungen wir besonders empfehlen und welche wir nicht wiederholen werden, möchte ich hier mit dir teilen.

 
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  • Marie Dittrich

Kroatien-unsere erste Reise zu viert!

Als ich noch mit unserer Großen schwanger war, sind wir mit großen Erwartungen nach Bulgarien gefahren, um dort das ultimative Klettererlebnis zu erfahren. Leider haben wir nach einer längeren Schlechtwetterphase feststellen müssen, dass unsere Erwartungen an die Kletterfelsen nicht so erfüllt werden, wie wir es uns erträumt haben. Nach kurzem googlen haben wir uns damals kurzer Hand entschieden nach Kroatien auszuweichen. Damals sind wir völlig ungeplant und unvorbereitet im Nationalpark Paklencia gelandet und haben unglaublich schöne Erlebnisse und Erinnerungen mit nach Hause genommen.


Paklenica, Kroatien, April 2015

Genau diese fantastischen Erinnerungen haben uns im letzen Sommer wieder zurück nach Kroatien reisen lassen, aber dieses Mal zusammen mit unseren zwei Kindern. Lange haben wir darüber nachgedacht, ob der Kleine mit seinen, damals noch vier Monaten, schon fit genug für eine so lange Reise ist. Unsere Große war bereits acht Monate alt, als wir mit ihr eine vergleichbar lange Reise unternommen hatten. Es war also auch für uns komplettes Neuland die Reise mit einem so kleinen Baby zu unternehmen und wenn ich ehrlich bin, war es, zumindest für mich, emotional nicht immer ganz einfach, auf dieser Reise. Aus diesem Grund haben wir uns von Anfang an vorgenommen vorerst von Campingplatz zu Campingplatz zu fahren, um so auch etwas Druck hinsichtlich der Stellplatzsuche raus zu nehmen.


Quelle: Google Maps

Uns war auch vollkommen bewusst, dass es unmöglich ist, mit zwei Kindern die Fahrt nach Kroatien entspannt an einem Stück durchzuziehen, daher haben wir, als erstes Ziel, einen Campingplatz in Österreich, am Pirksdorfer See, in Südkärnten (Abbildung 2, Markierung A) angesteuert. Um uns und den Kinder die Möglichkeit zu geben, etwas zu regenerieren, sind wir hier für drei Nächte geblieben, was uns 55,40 € gekostet hat. Neben einem super schönen Spielplatz, einem schönen sauberen See zum Baden, einem fantastischem Restaurant mit regionaler Küche und ein riesiges Wegenetz zum Wandern und Mountainbiken in den angrenzenden Wäldern lassen definitiv keine Langeweile aufkommen.



Außerdem befindet sich im Nachbarort Petzen eine Kabinenseilbahn, die auch für Mountainbiker ausgestattet ist. Für die Abfahrten zurück ins Tal, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung der Flow Country Trail und der Petzen Thriller. Die Bahnstation ist sehr gut mit dem Fahrrad vom Campingplatz zu erreichen. So haben wir unsere Kids in den Thule verfrachtet und los ging es. In der Saison ist die Seilbahn von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet, da wir aber außerhalb der Saison unterwegs waren, war die Seilbahn natürlich Wochentags geschlossen und nur am Wochenende geöffnet. Zum Glück haben wir den Hausmeister der Bahnanlage getroffen, der uns den Tipp gab, dass am nächsten Tag für genau zwei Stunden die Seilbahn geöffnet wird, da zu dieser Zeit eine Reisegruppe angemeldet war.



Also kamen wir dem Geheimtipp nach und waren am nächsten Tag pünktlich wieder an der Petzenbahn. In der Nebensaison haben wir für ein Berg-und-Tal-Ticket 15,00 € und für eine Bergfahrt 9,00 € gezahlt. Die Kinder konnten im Übrigen kostenlos mitfahren. Ich bin mit den Kids einmal bis auf den Petzen, auf 1.708 Höhenmeter, und gleich wieder zurück zur Talstation gefahren, während Rick mit seinem Moutenbike an der Bergstation ausgestiegen ist und den Berg wieder runter gefahren ist. Nach seinem Bericht, ist der Flow Country Trail eine sehr abwechslungsreiche Tour, bei der jeder Mountainbiker auf seine Kosten kommt, man allerdings genau wissen sollte was man tut. Für blutige Anfänger sind die Trails, nach seiner Ansicht nach nichts. Direkt vor der Talstation befindet sich ein Übungsparkour, der zum Aufwärmen und auch für Anfänger ideal geeignet ist. Als Rick vom Mountenbikeing zurück war ging es anschließend weiter nach Omis, Kroatien.



Oje, bei unserer Ankunft am Abend haben wir einen kleinen Kulturschock erlitten. Mein Mann hat wie schon so oft unsere Reiseziele via Google Maps ausführlich recherchiert, was zu unserer Annahme geführt hat, dass wir uns ganz in der Nähe von purer Natur befinden. Dazu kamen noch unsere traumhaften Erinnerungen von Paklenica und wir dachten, dass wir mit dem Reiseziel Omis nichts falsch machen können. Als wir jedoch durch die engen, voll gestopften Straßen von Omis schlängelten und alsbald auf das Gelände vom Kamp Galeb (Abbildung 2, Markierung B) einbogen, waren wir in einem touristischen Brennpunkt angekommen. Im Kamp Galeb gibt es so ziemlich alles - Pools, Disco, Strandanimation, Restaurants und das ein oder andere Wellnessangebot. Das Angebot ist wirklich umfangreich, aber für uns, als Freunde der Abgeschiedenheit und unberührten Natur war es nicht ganz das Richtige.



Unsere Kids waren trotzdem rund um die Uhr happy, die Große war den ganzen Tag mit spielen, rennen, Fahrrad fahren und baden beschäftigt und der Kleine schlief die meiste Zeit, entweder im Deryan Travel-cot Babyzelt, in der Ergobaby an meiner Brust, oder im Thule. Als Eltern sieht man die Dinge aber oft mit anderen Augen und wenn man etwas genauer hinsieht, stellt man fest, dass der Strand überseht von Zigarettenkippen und der Spielplatz ganz und gar nicht zum Spielen für Kinder geeignet ist, da er leider viele Mängel aufweist. Für drei Übernachtungen haben wir im Übrigen 576,00 Kuna, also umgerechnet 77,65 € bezahlt. Ein ausgedehnter Spaziergang in die Innenstadt von Omis rundete unser Bild zusätzlich ab. Wir haben zwar potenzielle Natur gefunden, mit uns aber auch viele andere Touristen, die in Reisebusse heran gefahren wurden. Die Stadt ist komplett auf den Massentourismus eingestellt. Ein Souvenirgeschäft nach dem anderen reiht sich in den engen Gassen auf und überall wird man von jungen Männern angesprochen, ob man nicht eine Bootsfahrt machen möchte. Die vielen Menschen in den engen Gassen werden nur noch von dem vielen Müll übertroffen, den wir sehen, als wir weiter die Umgebung erkunden wollen.



Unser Fazit: der Campingplatz hat schöne und saubere Sanitäranlagen, die nur ein paar Meter von unserem Stellplatz entfernt lagen. Die Stellplätze sind groß, sauber und besitzen einen sandigen Untergrund. Allerdings gibt es eindeutig zu viele Zigarettenkippen und zu viel Hundekot am Strand und zu viel Lärm, Müll und zu viele Menschen im Allgemeinen. Eine gute Sache hat der Besuch in Omis mit sich gebracht. Über unsere Große haben wir eine andere vierköpfige Familie kennen gelernt, die ebenfalls mit einem Bus unterwegs waren. Die Kinder haben sich auf Anhieb gut verstanden und wir Erwachsenen konnten die eine oder andere Outdoorinspiration austauschen. So haben wir unseren ursprünglichen Plan, vorerst auf Campingplätze zu bleiben, über Bord geworfen und haben kurzer Hand die unglaublich hilfreiche App Park 4 Night befragt. Als wir schließlich über die App einen geeigneten Ort gefunden hatten sind wir aufgebrochen.



Unser Ziel ist eine traumhafte Bucht in der Nähe von Okrug (Abbildung 2, Markierung D). Türkisblaues, glasklares Wasser vor einer unglaublich schönen Inselkulisse mit vorbeiziehenden Segelboten, umringt von einer typisch kroatischen Wohnsiedlung. Die beiden Strandbuchten sind sauber, besitzen Schatten spendende Sträucher und sind wirklich traumhaft. Der Stellplatz bietet neben einer Dusche außerdem ein Toilettenhäuschen und ist komplett kostenlos. Für uns war es der perfekte Ort. Das Wasser ist so unglaublich klar und blau, dass man bis tief zum Grund sehen kann. Neben hunderten von Fischen haben wir sogar zwei Seesterne entdeckt, die wir selbstverständlich genau da gelassen haben, wo wir sie gefunden haben. Der Boden der Strandbuchten besteht aus grobem weißem Kies. Für uns, als Liebhaber des Bahrfußlaufens, war die Größe der Kieselsteinchen sehr angenehm an den Füßen, aber wir haben viele andere Badegäste beobachtet, die Badeschuhe verwendet haben. Besonders am Morgen und am Abend hatten wir fast das Gefühl, dass die Bucht nur uns gehört. Zu den Stoßzeiten, also am Nachmittag und frühen Abend, waren die beiden Strandbuchen zwar sehr gut besucht, jedoch war es zu keiner Zeit unangenehm überfüllt. Außerdem waren die Einheimischen und auch die paar Touristen, die ebenfalls den Weg zu dieser wundervollen Bucht gefunden haben, unglaublich freundlichen und zuvorkommend.




Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wären sicher noch ein paar Tage länger geblieben, aber uns war bewusst, dass wir den gesamten Weg, den wir bis hierher zurückgelegt haben auch wieder zurückfahren müssen und außerdem haben die Kids sich eine Erkältung eingefangen und das Risiko, dass der Kleine ernsthaft krank wird war mir dann auch etwas hoch. Da wir für die Hinfahrt drei Tage eingeplant hatten und damit gute Erfahrungen gemacht haben, planten wir für die Rücktour dieselbe Zeit ein. Somit ging es zurück Richtung Österreich und somit zum letzten Zwischenstopp unserer Reise, der Campingplatz Schluga in Hermagor (Abbildung 2, Markierung E).



Bereits in Kroatien ist das Wetter an unserem letzten Tag umgeschlagen, die Temperaturen sind innerhalb einer Stunde um gut 10 Grad gefallen und ein kalter, heftiger Wind kam auf. Als wir in Österreich ankamen, war tagsüber die Sonne zwar noch schön wärmend, aber sobald die Sonne hinter den Bergen verschwand wurde es bitter kalt. Uns war bewusst, dass die Nächte in den Bergen, Ende September sehr kalt werden können, aber die Minusgrade die wir in der Nacht erlebten, haben uns dann doch, nach einer Woche kroatischer Sonne, etwas überrascht. Zum Glück hat der Merlinbus eine Standheizung, sodass wir entsprechend reagieren konnten.



Der Campingplatz Schluga ist ein wahres Goldstück. Die Stellplätze sind riesig, es gibt einen großen modernen Spielplatz, einen Streichelzoo, sehr moderne und saubere Sanitäranlagen, in denen es sogar Familienbadezimmer gibt und sogar einen Wellnessbereich mit Indoorpool und Sauna, die wir aufgrund der massiven Schnupfnasen der Kids leider nicht getestet haben. Trotz dieser Modernen und großzügigen Ausstattung ist der Campingplatz übersichtlich und hat einen unglaublich familiären Charme und was am wichtigsten für uns ist, er liegt nur wenige Meter vom nächsten Wanderweg, der geradewegs in die Natur führt, entfernt. Für zwei Nächte auf diesem wirklich schönen Campingplatz haben wir 53,80 € gezahlt, was wir für das gebotene Angebot und die Qualität, mehr als fair ist. Leider hat die kurze Zeit bei weitem nicht gereicht, um die gesamte Umgebung zu erkunden, aber es hat genügt, dass wir uns fest vorgenommen haben, den Campingplatz auf unsere Top 10-Liste zu setzten und bald wieder zukommen.



Für Maut und Vignetten haben wir ungefähr 29,00 €, für Diesel ca. 330,00€ und für Essen und das eine oder andere Souvenir haben wir zusätzlich ca. 200,00 € bezahlt. Insgesamt hat unser Urlaub, plus, minus den ein oder anderen Euro, den wir für Eis oder ähnliches ausgegeben haben, 745,85 € ausgegeben, bei 11 Tagen sind das also 67,80 € pro Tag. Insgesamt war unser kleiner Kroatientrip ziemlich chaotisch, aber auch sehr aufschlussreich. Letztendlich war es gut, dass der Campingplatz in Kroatien nicht ganz unseren Geschmack getroffen hat, denn so haben wir unsere Komfortzone verlassen und haben einen wahnsinnig schönen Platz für uns gefunden. So konnten wir auch das Outoorleben mit Kind und Baby ohne Campingplatz antesten, was erstaunlich gut geklappt hat.



Zugegeben es war nicht immer einfach unseren Outdooralltag neu zu organisieren, aber es ist ein unglaubliches Geschenk, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben solch ein Reiseexperiment mit unseren Kinder zu unternehmen. Wir haben in den elf Tagen Österreich und Kroatien viel dazu gelernt und unsere kleinen Lehrmeister haben, wie schon so oft, ganze Arbeit geleistet. Was wir auf jedenfall aus diesem ersten Urlaub zu viert mitgenommen haben ist, dass wir unseren Instikten vertrauen können und nicht alles durchplanen brauchen. Wir freuen uns schon auf die nächste Reise und auf eine weitere wundervolle Zeit zu viert in unserem Merlinbus.

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