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Abenteuerreisen im Bulli Kunterbund

Wir bereisen diese Welt, wie sie uns gefällt!

Hallo, schön, dass du den Bulli Kunterbund besuchst. Kunterbund mit "D"? Keine Sorge, es ist kein Schreibfehler, sondern eher ein künstlerisches Mittel, welches auf unseren Namen hinweißt. Das "D" steht also für uns, die Dittrich`s. In unserem Fall ist der Bulli Kunterbund ein VW T6 Bus mit Hochdach und einem Wohnmobielausbau der Firma Dipa. Der Bus ist unser fünftes Familienmitglied und wird von uns abgöttisch geliebt.

 

Seitdem mein Mann und ich auf den Bus gekommen sind, haben wir einige Reisen durch Europa unternommen. Als wir 2015 das erste Mal Eltern wurden, hat sich unser Busleben grundlegend verändert und jetzt, wo wir zu viert sind, mussten wir uns nochmal ganz neu orientieren. Aber eins ist unverändert geblieben, unsere Liebe zum „Draußen sein“ mit dem Bus. Wir sind unendlich dankbar, dass unsere Kinder an all´dem  Teil haben können.

 

Was wir auf unseren Busreisen mit unseren Kids erleben, welche Entdeckungen wir besonders empfehlen und welche wir nicht wiederholen werden, möchte ich hier mit dir teilen.

 
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  • Marie Dittrich

Sport auf Reisen - die kleine persönliche Auszeit!

Klettern, Laufen, MTB und alles was sonst noch mit Bewegung zu tun hat, lässt unser Herz höher schlagen. Ja, wer uns kennt weiß, dass Sport einen großen Teil in unserem Leben einnimmt. Sport verschafft uns Freiraum, wenn es im Familienleben zu eng wird, befreit den Kopf, wenn die Gedanken sich im Kreis drehen und erschafft diese wohltuende Erschöpfung, wenn man es geschafft hat an seine persönliche körperliche Grenze zu gelangen. Auch wenn die Wissenschaft bis heute noch streitet, welches Hormon oder welcher Botenstoff des Körpers, für die Glücksgefühle, die beim bzw. nach dem Sport entstehen, verantwortlich sind, ist es jedoch unbestreitlich, dass sie existieren. Vielleicht hat Sport deshalb so ein hohes Suchtpotential und auch wenn ich mich nicht als sportsüchtig bezeichnen würde, muss ich zugeben, dass ich dieses unglaubliche Gefühl von, „ich kann alles schaffen“, was ich nach einem wirklich anstrengenden Berglauf fühle, unendlich liebe. Für meine Liebe zum Laufen habe ich sogar das Rauchen nach über 13 Jahren aufgegeben und das war das schwerste, was ich je in meinem Leben getan habe. Laufen, Klettern und allgemein der Sport hat unser gesamtes Leben auf den Kopf gestellt und grundlegend geändert. Also du siehst, Sport ist nicht nur ein wichtiger Anteil, sondern gehört einfach zu unserem Leben dazu.


Drei Zinnenlauf 2017

Jetzt wo wir im Familienleben oft komplett eingebunden sind, bedeutet Sport für meinen Mann und mich eine gewisse Auszeit. Wir geben uns regelmäßig Freiraum, um unseren Leidenschaften nach zugehen und sind wahre Meister darin geworden, in Sekunden den Tag so durch zu planen, dass wir beide genug Zeit für unsere sportlichen Aktivitäten bekommen. In unserer gewohnten Umgebung haben wir es geschaft, dass jeder auf seine Kosten kommt ohne, dass die Kids dabei zu kurz kommen. Wenn wir jedoch unterwegs sind und all unsere Strukturen gelockert sind, verändert sich auch unser Sportverhalten. Meistens ist es so, dass wir, aber besonders die Kids ein paar Tage brauchen, um anzukommen und auf die Reise einzustellen. An diesen Tagen ist es so, dass wir gemeinsam diese Gewöhnungszeit verbringen, um es uns allen leichter zu machen.


Österreich 2017

Im Allgemeinen sind wir auf unseren Reisen immer in Bewegung und sobald wir einen schönen Platz für unseren Bus gefunden haben, versuchen wir die Wege in der Umgebung mit den Fahrrädern und mit dem Fahrradanhänger, oder auch zu Fuß zu erledigen. Jedoch reichen, meinem Mann und mir diese Bewegung bei Weitem nicht aus. Wir wollen an unsere Grenzen gehen, unser Herz vor Anstrengung schlagen hören und am Ende der Sporteinheit diese angenehme Erschöpfung der Muskeln ganz sanft und müde zu spüren. Ja, und dieses Gefühl erschafft man natürlich nicht durch eine Radtour oder durchs spazieren. Also müssen wir uns auch auf unseren Reisen Freiraum geben, ohne dass die Kids dabei zu kurz kommen. Am besten funktioniert das bei uns, wenn die Kids sich wohl und wie zuhause fühlen. Sobald wir uns also alle etwas eingelebt haben fangen wir an wieder unsere so geliebten sportlichen Strukturen aufzubauen.


Arco, Italien 2017

Aber das es überhaupt dazu kommen kann ist Eins besonders wichtig, dass wir uns bereits vor der Reise darauf vorbereiten. Das heißt, dass wir natürlich sämtliches Sportequitment einpacken müssen. Zu unserer Grundausstattung im Merlin gehören daher eine Slackline und eine Yogamatte. Außerdem werden noch Laufschuhe, Kletterausstattung und natürlich unsere Moutainbikes, samt Zubehör mit eingepackt. Aber diese Ausstattung dient nicht nur unserem Vergnügen, auch die Kids finden unsere Lieblingsstücke sehr nützlich. Die Yogematte dient fast die gesamte Zeit als Spielmatte, die Slackline wird zum Bauen von Buden verwendet und die Schlingen und Karabiner werden als Beißring umfunktioniert. Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir beobachten können, wie unsere Kinder ihre ganz eigene Interpretation von Sport haben.



Wenn unsere Kinder unser Sportequitment nicht gerade zum Spielen gebrauchen, wird dieses natürlich auch durch uns benutzt. Die Slackline lässt sich problemlos mit entsprechenden Schutzmaßnahmen an zwei Bäumen befestigt und schon kann es losgehen. Wir haben auch schon des Öfteren entsprechende Ösen, in Felsen, oder ähnliches entdeckt, die extra für das Slacklining angebracht wurden. In Frankreich, Ardèche haben wir beispielsweise die Line über einen Fluss spannen können und haben so das Baden mit dem Sport verbunden und haben in Null Koma nix Kontakt zu der einheimischen Jungend, die natürlich auch alle versuchen wollten über die Slackline zu gehen und uns mit „Aller Allemand!“ anfeuerten.


Ardéche, Frankreich 2016

Was mit den Kids immer geht sind natürlich Wandern und Radtouren. Zum Wandern Verwenden wir für den Kleinen eine Kraxse und die Große läuft ganz fleißig, oder ruht sich auf unseren Schultern aus. Natürlich fallen die Wanderungen mit den Kindern kürzer aus und dauern wesentlich länger. Der Vorteil an diesen langsamen Wanderungen ist, dass wir die Umgebung auf unseren Wanderungen intensiver erkunden können. Die Kinder bestimmen insgesamt die Länge der Gehzeit zwischen den Pausen. Denn eins ist schon mal Fakt, umso glücklicher die Kinder, desto entspannter und schöner die Wanderung. Die größten Urlaubskiller sind letztendlich schlecht gelaunte und quengelige Kinder. In den Wanderpausen ist es auch immer wieder faszinierend zu beobachten, dass die Natur der größte Spielplatz auf Erden ist. Auf Steine klettern, mit Stöcken eine Bude bauen, oder im Bach matschen. Nach einer ausgiebigen Spielpause gehen die Kids auch gern noch eine ganze Weile weiter, bis Sie dann einen neuen spannenden Platz gefunden haben, den sie mit ihrer Fantasie erkunden wollen.


Wenn wir zu Viert unterwegs sind bleibt jedoch unsere geliebte Kletterei oft auf der Strecke. Als die Große noch etwas kleiner war, hat sie oft mehrere Stunden in der Kraxe geschlafen und diese Schlafpausen haben wir des Öfteren zum Klettern genutzt. Aber jetzt, wo Sie der Kraxe entwachsen ist und der Kleine stattdessen in ihr sitzt und die Große nur noch selten freiwillig Mittagsschlaf halten möchte, fallen die Kletter-Schlaf-pausen aus. Also haben wir momentan nur die Möglichkeit des Deep Water Soloring, worauf besonders mein Mann in Frankreich häufiger zurückgegriffen hat. Deep Water Soloring, ist im Allgemeinen das Klettern ohne Seil und Sicherung an Felsen, die sich über einen See, Fluss oder dem Meer befinden. Da man bei dieser Form des Klettern das Wasser als Sicherungsmittel verwendet, ist es besonders Wichtig, dass man sich vor dem Einstig in die Wand ganz genau die Tiefe und die Beschaffenheit des Gewässers ansieht. Wenn man also stürzt, landet man dierekt im Wasser, was unter den richtigen Umständen eine wirklich schöne Art des Kletterns ist. Was sich ansonsten für uns bewährt hat ist, dass wir uns mit Freunden für ein paar Tage auf unseren Reisen treffen und dann mit ihnen zusammen Klettern oder Bergsteigen gehen. Zum einen ist es immer unglaublich schön mit guten Freunden gemeinsam etwas zu erleben und die Abende mit lokalen Leckereien durchzuquatschen und zum anderen bietet es die Möglichkeit, dass wir entspannt Klettern gehen können ohne uns Gedanken darüber zu machen, was in der Zeit, wo einer von uns an der Wand hängen, aus unseren Kindern wird. Natürlich ist es wichtig, dass die Begleiter auch damit einverstanden sind, dass sie zum Kinderhüten verdonnert werden. Bisher haben wir jedoch in dieser Hinsicht immer Glück und positive Erfahrungen gemacht. Ich finde es auch immer wieder wundervoll, kleine Abenteuer mit den liebsten Freunden weit weg von Zuhause zu erleben. Es macht mich unendlich glücklich, wenn ich an die Abende denke, wo die Kids in unserem Bus geschlafen haben und wir im Bus unserer Freunde, oder unter dem Sternenhimmel sitzend, Geschichten austauschen und das ein oder andere Gläschen trinken. Zusammen mit Freunden verändert sich immer unsere Familiendynamik, da unserer Familienkeis für diese kurze Zeit um unsere Freunde erweitert wir, sobald wir aber wieder unter uns sind, wird alles wieder langsamer und intimer.


Wie du sicher festgestellt hast, versuchen wir unseren ständigen Drang nach Bewegung in der Natur gemeinsam mit unseren Kindern zu befriedigen. Um aber voll und ganz an unsere persönlichen Grenzen gehen zu können, handhaben wir es meistens so, dass wir die Abende, wo die Kids eh mit Spielen oder Schlafen beschäftigt sind nutzen, um uns sportlich so richtig austoben. Natürlich gehen unsere Kids und insgesamt der Familienfrieden vor. Das schließt auch ein, dass die persönlichen sportlichen Bedürfnisse das ein oder andere Mal komplett auf der Strecke bleiben. Mein Mann und ich versuchen uns trotzdem den Rücken für unsere sportlichen Aktivitäten frei zuhalten. Die Stunden ohne Kinder werden dann zum Laufen und Mountainbiking genutzt. Für uns ist es sehr wichtig, dass jeder seinen Freiraum hat und den eigenen Akku wieder aufladen kann. Und sollte es einmal doch nicht klappen, haben wir immer noch die Möglichkeit die Kids in den Babyjogger zu verfrachten und eine kleine Runde zusammen zu laufen.



Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn man nahezu 24 Stunden für die Kids da ist und diese leichte Gestresstheit sich Stück für Stück breit macht, weil man einfach Null Zeit für die eigenen Bedürfnisse hat. Genau das ist dann für uns der Punkt, wo es dringend nötig ist, dass einer von uns die Laufschuhe schnürt, oder das Mountainbike sattelt. Gerade in einer Familie ist es unglaublich wichtig, dass jeder auf sich acht gibt, um wieder mental gestärkt in den Kreis der Familie zurückzukehren. Und auf Reisen bzw. Unterwegs ist es Balsam für die Seele und auch für den Körper, wenn man für ein oder zwei Stunden den Kopf ausschalten und sich vollkommen fokussieren kann. Wir lieben unsere Kinder und die Reisen, die wir mit ihnen unternehmen. Allerdings sind wir auch nicht perfekt und geraten auch einmal aus dem Gleichgewicht. Der Sport ist für uns die Möglichkeit wieder Kraft zu schöpfen und all`die schwierigen Momente aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wenn du noch mehr über unsere sportlichen Aktivitäten Unterwegs, wie auch in der Heimat erfahren willst, dann schaue doch mal auf meinem Instagramprofil vorbei.

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